Kino

Romys für "Trouble", "Drugs" und "Spuren"

Die Akademie des populärsten österreichischen Film- und Fernsehpreises hat heute ihre Gewinner bekannt gegeben. Darunter befinden sich zahlreiche Produktionen aus Deutschland oder mit deutscher Beteiligung.

19.05.2020 14:56 • von Frank Heine
Bester TV-Film: "Spuren des Bösen: "Sehnsucht" mit Katrin Bauerfeind und Heino Ferch (Bild: ORF/Petro Domenigg)

Die ersten Gewinner der 31. Romy stehen fest. Die von der Akademie des von der österreichischen Tageszeitung Kurier ins Leben gerufenen Film- und Fernsehpreises vergebenen Auszeichnungen wurden bereits heute bekannt gegeben. Die Romy Gala findet in diesem Jahr aus naheliegenden Gründen nicht statt, dennoch überträgt der ORF am Samstag (23. Mai) eine Sendung zu den Romys, in der auch die Publikumspreise verkündet und alle Gewinner*innen präsentiert werden.

Bei den Fachpreisen gab es einige Überraschungen. Als bester Kinofilm wurde der Nachwuchsfilm The trouble with being born" von Sandra Wollner (Koautor: Roderick Warich) auserkoren. Die Produktion von Panama Film, The Barricades und der Filmakademie Baden-Württemberg entstand innerhalb des Kleinen Fernsehspiels vom ZDF. Die Mainzer setzen damit ihren Lauf vom Deutschen Filmpreis nahtlos fort, denn auch der große Lola-Abräumer Systemsprenger" war erfolgreich und bescherte Nora Fingscheidt die Auszeichnung für die beste Regie. Bei den Romys bleibt aber auch der Mainstream nicht außen vor: Simon Verhoeven erhielt den Drehbuchpreis für die Wiedemann & Berg-Produktion Nightlife". Gleich zwei Auszeichnungen - als beste Kino-Doku und beste Kino-Produktion - gingen an Aufzeichnungen aus der Unterwelt".

Im zusammengefassten Bereich TV/Streaming sicherte sich die deutsch-österreichische Koproduktion Spuren des Bösen: Sehnsucht" (Aichholzer Film für ORF und ZDF) von den Masterminds Andreas Prochaska und Martin Ambrosch den Titel als bester Fernsehfilm. Als beste Serie machte How to sell drugs online (fast)", von btf für Netflix produziert, das Rennen. Die "Landkrimis" des ORF wurden mit zwei Preisen bedacht: beste Regie für Catalina Molina (Das dunkle Paradies") und beste Bildgestaltung für Leena Koppe (Das letzte Problem"). Das deutsch-österreichsiche Drama Balanceakt" (Mona Film und Tivoli Film für ORF und ZDF) wurde für die Autorenleistung von Agnes Pluch mit einer Romy bedacht. Als beste Produzentenleistung im Fernsehen würdigte die Akademie die ORF/Netflix-Serie Freud", für die Heinrich Ambrosch (Satel), Marvin Kren und Moritz Polter (Bavaria Fiction) ausgezeichnet wurden. Die Auszeichnung für die beste TV-Doku ging an "Nie zu spät - Die Träume der Hundertjährigen".